
Während die andern beiden heute quer durch die Stadt gewackelt sind, war ich
planschen Kacheln zählen. Im Royal Commonwealth Pool - das Schwimmbad meines Vertrauens. Schottisch schwimmen ist aber gar nicht so einfach. Zwar ist das Becken an sich handelsüblich groß, wird allerdings nicht in Längsbahnen durchkrault. Ist gar kein Platz für. Im vorderen Drittel residiert ein riesiges Gummi-Nessie für die Kids und im hinteren Drittel wurde der Boden knietief angehoben, um jede Menge Platz für die Wasserballschubser und die *ichstehcoolambeckenrandrum* Fraktion zu schaffen. Im mittleren Drittel dann endlich Platz zum Schwimmen. ABER VORSICHT: Bloß richtig einordnen und die Geschwindigkeitsvorschriften nicht überschreiten. Es gibt nämlich die Slow lane, medium lane and fast lane. Alle in doppelter Ausführung, einmal für linksdrehende Kulturen, einmal für rechtsdrehend. Am Beckenrand anklatschen ist dabei verpönt, bitte einfach nur kreisen. Wegen der kurzen Strecke von Längsseite zu Längsseite, dem wenigen Wendeplatz und den ganzen drehenden Pfeilen, hab ich es heute sogar zum ersten Mal geschafft, dass mir beim Schwimmen schwindelig wurde.
Auch erwähnenswert sind die zahlreichen Bademeister. An jeder Beckenseite mindestens einer, die nicht wie bei uns zeitungslesend in ihrem Glaskämmerchen hocken, sondern Baywatch-like ihren Tümpel patrouillieren. Ich bin mir sicher, der eine weiß jetzt besten darüber Bescheid, wie viel Streifen auf meinem Bikini sind. Wie auch immer. Auch am erwähnten Gummi-Nessie auf dem die Kinder rumturnen, steht eine extra Bademeisterin am Rand. Ihre Aufgabe: Die planschenden Kinder mit eiskaltem Wasser aus dem Schlauch zu bespritzen. Die spinnen die Briten.
Ich find das klingt lustig *g.
Und Julia, du musst dem armen Bademeister ne Herausforderung liefern *g. Am besten einen Badeanzug mit vielen kleinen Punkten anziehen, statt dem Zebra. Da hat er mehr zu tun ;)